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Das Verbindende der Kulturen

SEKTION:

Ein Fremder unter den Einheimischen, ein Einheimischer unter den Fremden: zur literarischen (Selbst)Repräsentation des nomadisierenden Subjekts

Leitung der Sektion/Anmeldung von Referaten bei:
Email: Zalina A. Mardanova (Vladikavkaz/Nordossetien-Alanien)

ABSTRACT: Die Titelformel bezeichnet schlechthin jene Lebenssituation, bei der sich das Subjekt in seiner eigenen Kultur als fremd wahrnimmt, sich zu einer anderen Kultur dagegen hingezogen fühlt. Die Grenze zwischen dem Eigenen und dem Fremden verwandelt sich in das Dazwischen, in einen eigentlichen Lebensraum des nomadisierenden Subjekts.

Ursprünglich war dies auf das Alte Testament bezogen: "Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst" (3.Mose 19,33.34a). Das bedeutet die Ersetzung des Fremdenhasses durch die Fremdenliebe und die Anerkennung der Tatsache, dass man je nach der Lebenslage entweder-und-oder einheimisch/fremd sein kann. Dadurch erlebt auch weiterhin diese Grenzsituation verschiedene Figurationen:

Berücksichtigt werden sollen dabei jene Herangehensweisen an literarische Texte, im Rahmen derer man sich mit folgenden Schwerpunkten auseinandersetzen kann:

DAS VERBINDENDE DER KULTUREN