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Das Verbindende der Kulturen

SEKTION:

Österreich, Tschechien und die EU. Eine bilaterale Beziehung im Spannungsfeld der europäischen Integration

Leitung der Sektion/Anmeldung von Referaten bei:
Email: Bernhard Schneider, Eleonore Lappin (Wien)

Das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien ist durch die Auseinandersetzungen um die "Beneš-Dekrete" und "Temelin" belastet. Lösungen werden nicht nur von bilateralen Verhandlungen erwartet, sondern wesentlich vom Beitritt Tschechiens zur EU und einer damit einher gehenden "Angleichung" tschechischer Positionen an die Standards der Gemeinschaft (aus österreichischer Sicht), respektive von der europäischen Legitimierung eigener Positionen (aus tschechischer Sicht).

Neben ihrer spezifischen Relevanz sind beide Kontroversen beispielhaft in Bezug auf vergangene, aktuelle und wohl künftige Spannungen innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft: Denn sie stehen einerseits für historisch begründete, zumeist nationalistisch argumentierte Konflikte, andererseits für die Diskrepanz zwischen dem Recht auf nationale Selbstbestimmung und deren unter Umständen negativen - ökologischen wie sozialen - Konsequenzen, die innerhalb nationalstaatlicher Grenzen nicht einzudämmen wären.

Wie wird der Konfliktverlauf durch die "Osterweiterung" beeinflusst? Welche gesellschaftlichen Haltungen, welche politischen und legislativen Maßnahmen sind weiterhin nationalstaatlich oder aber "europäisch" motiviert? Der Erörterung dieser und weitere Fragen zum Komplex Recht-Politik-Gesellschaft ist diese Sektion gewidmet.

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